Nachbericht zum chem2biz Workshop zum Thema „Energiespeicher“ am 03. Dezember 2019

Am 3. Dezember 2019 lud das chem2biz in Zusammenarbeit mit dem  StoREgio Energiespeichersysteme e.V. und der Energieagentur Rheinland-Pfalz  in den Freischwimmer Ludwigshafen zum Cross-Innovation Workshop zum Thema  „Energiespeicher“ ein.

Nach dem gemeinsamen Mittagsimbiss, der fürs erste Netzwerken genutzt wurde, hieß TZL-Geschäftsführer und chem2biz-Projektleiter die Anwesenden Willkommen.

Die Moderation des Workshops leitete Prof. Dr. Stephan Haubold von der Hochschule Fresenius in Idstein, der die Teilnehmer des Workshops begrüßte. Nach der Vorstellungsrunde präsentierte Dr. Peter Eckerle den Verein StoREgio Energiespeichersysteme e.V, der aus einer Spitzenclusterinitiative hervorging und  Partner und deren Kompetenzen  aus verschiedenen Bereichen, wie Wirtschaft und Wissenschaft, zusammenbringt. Gemeinsam werden durch Kooperation und Vernetzung in Projekten grundlegende Lösungen und Geschäftsmodelle erarbeitet, die die Flexibilität im zukünftigen Energiesystem zum Ziel haben.

Über den Stand der Technik bei Energiespeichern, den aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen berichtete Dr. Johannes Wüllner vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE. Er stellte die verschiedenen Arten von Speichertechnologien und den heutigen Stand der Forschung vor.

Die Energiespeichertechnologien von BASF New Business wurden  von Herrn Eckerle vorgestellt, der Herrn Dr. Florian Dötz vertrat. Die Natrium-Schwefel-basierte Batterien dienen zur stationären Energiespeicherung und kommen weltweit zum Einsatz. Im Vergleich zu anderen Batterietechnologien, verfügt die NAS Batterie über eine höhere Leistung, eine höhere Energiedichte sowie eine längere Lebensdauer.  

Über die Entwicklungen bei Vanadium-Redox-Flow Speichern referierte Jürgen K. Heller von Storion Energy GmbH. Das im September 2018 gegründete Unternehmen ist Hersteller und Anbieter von Redox-Flow-Speichern. Die Speichersysteme sind in der Lage, unabhängig von der Leistung, große Energiemengen zu speichern. Außerdem sind sie im Betrieb ungefährlich und beinahe zu 100 Prozent recyclebar.

Nach der Kaffeepause, in der die anwesenden Start-ups die Gelegenheit hatten, sich zu vernetzen und  gute Gespräche zu führen,  stellte Dr. Dirk Bessau, Geschäftsführer der InnoEnergy GmbH das Unternehmen InnoEnergy vor.  Ziel ist  sowohl Innovationen zu fördern und erfolgreich an den Markt zu bringen als auch als Frühphasen‐ und Risikoinvestor zu agieren. Geschäftsführer Bessau stellte die Frage „Wie können wir neue Technologien über Startups noch besser in den Markt bringen und wie kann einem Startup ein erfolgreicher Markteintritt in Deutschland gelingen?“. 

Im Anschluss präsentierte Christian Synwoldt die Energieagentur Rheinland-Pfalz, die eine hersteller- und produktneutrale Beratung anbietet. Er stellte dar, wie man die Eigenstromerzeugung mit Batteriespeichern optimieren kann und welche Potenziale, Grenzen und Handlungsansätze es gibt.

Last but not least berichtete Dominik Bernhard von enerix Ludwigshafen Vorderpfalz von Hausstromspeichern und der neuen Salzwasser Speichertechnologie, die als Alternative zu Lithium Batterien eingesetzt werden kann. Die Salzwasser Batterien basieren auf Salzwasser-Elektrolyt und sind daher sicher und zu 100% nachhaltig.

In der Abschluss-Diskussionsrunde kristallisierten sich schon erste Kooperationsanbahnungen heraus. Es konnten gute Kontakte geknüpft werden und es fand ein reger Austausch  zwischen den Teilnehmern statt.

Der krönende Abschluss der Veranstaltung war die Besichtigung des Hybrid Regelkraftwerks der TWL AG, das seit einem Jahr in Betrieb ist. Die Kombination aus Batteriespeicher und Gasturbine kann schnell und zeitlich unbegrenzt Strom zur Verfügung stellen. Der Energieversorger plant, diese Zukunftstechnologie aus Ludwigshafen auch vertrieblich zu nutzen und anderen Unternehmen zugänglich zu machen.

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