Nachbericht vom chem2biz Cross-Innovation Workshop zum Themenschwerpunkt „Smart Farming“

01.10.2018

Auf großes Interesse stieß der Cross-Innovation Workshop im Rahmen des chem2biz zum Thema  Smart Farming am 25. September 2018 im TZL-Regionales  Innovationszentrum Ludwigshafen.

Nach dem gemeinsamen Mittagsimbiss begrüßte TZL-Geschäftsführer und chem2biz-Projektleiter die Anwesenden und erläuterte, dass der Workshop zur Vernetzung der Akteure aus verschiedenen angrenzenden Bereichen – vom Startup bis zum Industriekonzern – dient und dazu beiträgt, dass Daten und Dienste zu cleveren Lösungen zusammengeführt und dass Innovationen erfolgreich am Markt umgesetzt werden können.

Jens Flammann führte die Moderation des Workshops und hieß die Teilnehmer des Workshops Willkommen. Nach der Vorstellungsrunde stellte Tobias Menne die Aktivitäten der BASF SE zum Thema Smart Farming vor. Mit xarvio Digital Farming Solutions werden z.B. Daten zu Pflanzenkrankheiten in Algorithmen und Modellen zusammengefasst, so dass gezielte Produkte und Dienstleistungen angeboten werden können.

Im Anschluss präsentierte Ingmar Wolff das Start-up HelioPas AI.  Das Unternehmen befasst sich mit innovativen Produkten und Services, die durch Datenfusion und künstliche Intelligenz in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen sollen unter anderem zur automatisierten und objektiven Bestimmung von Dürre.

Über die Kooperationsmöglichkeiten  mit der Hochschule Ludwigshafen berichteten Igor Ivanov und Dr. Marc Raoul Reisner vor. Zum einen gibt es das Zentrum für Kooperation, das die zentrale Anlaufstelle für  Kooperationen mit Wirtschaft, Wissenschaft, Kultureinrichtungen, Kommunen und Verbänden sowie weiteren außerhochschulischen Einrichtungen und Multiplikatoren ist. Zum anderen stellt das Gründerbüro Informationen zu Finanzierung und Fördermitteln, Coaching, Qualifizierungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen sowie Mentoring der Gründungsvorhaben von Studierenden und Angehörigen der Hochschule Ludwigshafen zur Verfügung.

Nach der Kaffeepause, die für Gespräche und zum Netzwerken genutzt wurde,  referierte Prof. Dr. Roland Kubiak zum Thema „Smart farming zur Optimierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes“. Prof. Kubiak ist bei der RLP AgroScience tätig und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit verschieden Projekten in der Landwirtschaft.

Danach wurde der Digital Hub für Chemie und Gesundheit  Rhein-Neckar vom Geschäftsführer Dr. Frank Funke vorgestellt. Der Hub ist einer von mittlerweile 12 Digital Hubs in Deutschland. Der Fokus seiner Arbeit konzentriert sich auf die Bereiche Kollaboration zwischen großen und kleinen Unternehmen, Startups und Wissenschaft und auf das Angebot für Startups in der Region in den Bereichen Knowledge Transfer, Consulting und Resourcen mit einem Fokus auf die Bereiche Digital Chemistry und Digital Health.

Last but not least berichtete Dr. Fabian Mohr von der High-Tech-Gründerfonds Management GmbH über die Möglichkeit einer Seedfinanzierung für High Tech Start-ups. Seit 2005 hat der High-Tech-Gründerfonds in 507 Unternehmen investiert. Start-ups aus dem Bereich Smart Farming waren noch nicht dabei, sind aber potentielle Kandidaten.

In der Abschluss-Diskussionsrunde leitete der Moderator Jens Flammann den Gedanken- und Meinungsaustausch. Betont wurde die Notwendigkeit auch die Entwicklungs- und Schwellenländer in die Digitalisierung  der Landwirtschaft miteinzubeziehen und Umweltaspekte nicht außer Acht zu lassen. Der Einsatz digitaler Helfer zum Datenmanagement, zur automatisierten Dokumentation, autonomen Fahren, Robotik und Sensorik führt nicht nur zu höheren Erträge, sondern auch zu einem besseren Risikomanagement, Naturschutz, Verhinderung von Überdüngung, mehr Tierwohl und Tiergesundheit und zur leichteren Bewältigung des Bürokratieaufwands. Es wurde deutlich, dass die Landwirtschaft ein innovativer Sektor ist und dass die Digitalisierung in der Landwirtschaft entlang der ganzen Wertschöpfungskette – vom Feld, über die Lebensmittelverarbeitung bis zum Verbraucher – stattfindet.

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